Messokular

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Sternwarte Hohlstein
50° 49' 26'' N / 7° 08' 07'' O

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3Selbstbau

Einführend möchte ich kurz darstel- len, aus welchem Grund ich mir ein Messokular gebaut habe.
Wenn man zum Beobachten ins Feld fährt und dort eine parallak- tische Montierung zum Zweck der Astrofotographie einsetzen möchte, so reicht das Aufstellen der Montier- ung mit Hilfe des Polsuchers nicht aus. Für visuelles Beobachten ist diese Methode zufriedenstellend einsetzbar, aber bei länger belichte- ten Astroaufnahmen ist damit kein "Blumenpott" zu gewinnen (wie der Rheinländer sagt).
Also, was tun?
Hier hilft nur das Scheinern der Montierung. Den Ablauf des Schei- nerns möchte ich an dieser Stelle nicht näher erläutern, denn es exis- tieren hierzu genügend vorbildliche Beschreibungen im Internet.
Eine ganze Weile nutzte ich dieses Verfahren und erzielte damit auch die astrofotographisch gewünschten

Ergebnisse.
Leider besitzt das Scheinern aber einen entscheidenden Nachteil:
Es dauert recht lange.
Dies erklärt sich aus dem Umstand, dass die Korrektureinstellung in Azi- muth und Höhe leider nur geschätzt werden kann und der Erfolg der Kor- rekturbemühungen dann wieder sehr zeitraubend überprüft werden muss. Und meist reicht eine Korrekturver- stellung nicht aus! Das Scheinern verleidet einem manchmal ein wenig den Spass an den gewonnenen tol- len Astroaufnahmen, weil der zeit- liche Aufwand für das Scheinern ge- nauso groß war wie die Zeiten zur Aufnahmegewinnung.
So war auch ich diese Zeitaufwände nach einiger Zeit leid. Ein besseres Verfahren musste her!
Ich hatte im Internet von einer quan- titativen Messmethode nach Rhe-
mann/Kersche gelesen, die mit Hilfe
eines Messokulars eine quantitative

Ermittlung der Korrekturverstellung und damit ein erheblich schnelleres Scheinern bei gleichzeitig für Astro- fotographiezwecke genügend hoher Präzision versprach.
Eine gut verständliche Anleitung zum Scheinern mit einem Messoku- lar fand sich auch auf den Internet- Seiten von Ernst von Voigt.
Hier wurde auch eine kleine Excel- Tabelle zum Download angeboten, die den quantitativen Korrekturbe- trag in Abhängigkeit von der geogra- phischen Beobachtungsbreite, der Deklination des gemessenen Sterns, der Messzeit sowie der quantitativen Abweichung dieses Sterns in Skaleneinheiten errechne- te.
Das war die Lösung! Leider benötigt man zur Anwendung dieses Ver- fahrens ein Messokular, das zwar komerziell erhältlich ist, deren Prei-
se jedoch jenseits der 200-Euro- Marke liegen. Allerdings halte ich

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